Mietzinsbeihilfe retten!

In der kommenden Sitzung des Innsbrucker Gemeinderats vom 14. Juli soll mit den Stimmen der ÖVP, SPÖ, FPÖ und Für Innsbruck ein drastischer Einschnitt in die Mietzinsbeihilfe beschlossen werden:
Von nun an soll die Beantragung der Mietzinsbeihilfe erst nach dreijähriger Hauptwohnsitzschaft in Innsbruck möglich sein. Dies würde bedeuten, dass ein großer Anteil an Studierenden die Mietzinsbeihilfe verlieren wird. Neuanträge könnten erst nach drei Jahren gestellt werden.
Wir fordern den Innsbrucker Gemeinderat daher auf, die geplanten Einschnitte in die Mietzinsbeihilfe wieder vom Tisch zu nehmen!

Hier unterschreiben!

Die Mietzinsbeihilfe hilft Dir in Innsbruck die zum Teil große Mietlast zu bewältigen. Durch die geplante Anwärter_innenschaft von drei Jahren würde für viele Studierende ihre Mietzinsbeihilfe wegfallen, vielleicht auch für Dich. Denn nur wer schon drei Jahre den Hauptwohnsitz in Innsbruck hat, soll in Zukunft noch Mietzinsbeihilfe erhalten.

Damit würde Deine WG die komplette Mietzinsbehilfe verlieren, wenn auch nur eine Person aus dem Rahmen von drei Jahren fällt.
Damit würdest Du die Mietzinsbehilfe verlieren, wenn du erst ein Jahr in Innsbruck wohnst und müsstest dann zwei Jahre warten, um die Beihilfe wieder zu bekommen.
Damit würde der ohnehin schon hart umkämpfte Wohnungsmarkt für alle Neuankömmlinge noch schwerer zugänglich werden.

Betroffen sind neben vielen Studierenden unter anderem Niedrigverdienende, geflüchtete Menschen, Menschen mit Mindestpension.

Unterzeichne diese Petition und hilf uns dem Innsbrucker Gemeinderat noch vor seiner Beschlussfassung ein klares Zeichen zu senden.

Es gibt eine GRAS Ackerparzelle für Studierende!!!

Wir haben eine Gemeinschaftsgartenparzelle beim Neu-Rumer Gemüsebauer Berthold Schwan für euch gepachtet!

Alle interessierten Menschen, die gerne säen, jäten, gießen, harken, Pflanzen gut zusprechen – also kurz anbauen und dann auch irgendwann ernten möchten, können sich ab sofort bei uns melden.
Einfach eine Mail mit dem Betreff „Selbsterzeuger“ an innsbruck@gras.at schreiben für das weitere Vorgehen und mit uns aktiv werden!

Mehr Informationen erhaltet ihr auch auf dieser Internetseite:http://www.gemeinschaftsgarten.eu/

Wir freuen uns schon mit euch zusammen den Kartoffeln, Salaten, Gurken und vielem Wunderbaren mehr beim Wachsen und Gedeihen zuschauen zu können!

 

Kritisches Denken fällt dem Sparstift des neuen Vizerektors zum Opfer

Unter dem neuen Vizerektor für Lehre und Studierenden wird ein weiterer wichtiger Teil selbstbestimmten Studierens wegrationalisiert. Nachdem letztes Jahr bereits der selbstverwaltete Geiwimax-Raum zugesperrt wurde und bis heute ungenutzt blieb, strich dieser jetzt auch das Budget der Kritische Uni Innsbruck. Die damit eingesparte Summe ist alles andere als üppig, was die Vermutung nahe legt, dass damit nur wieder ein Schritt in Richtung marktkonformer Einheitsstudis gesetzt werden sollte. Die von der AktionsGemeinschaft Innsbruck geführte Österreichische HochschülerInnenschaft Innsbruck sieht erneut tatenlos zu wie die Mitsprache und Gestaltungsmöglichkeiten von Studierenden weiter eingeschränkt werden. 

Wir unterstützen die Forderung der Kritischen Uni nach mehr Einfluss für Studierende auf den Inhalt ihres Studiums und fordern das Vorsitzteam der ÖH Innsbruck auf, endlich aktiv zu werden und sich nicht wiederholt selbst zu delegitimieren. Eine Petition für den Erhalt der Kritischen Uni findet ihr hier: https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-die-kritische-universitaet-innsbruck

„Die pufligen Zeiten sind vorbei“ oder „Goodbye PUFL“ oder auch wieso wir uns einen neuen Namen geben:

Schon wieder ist ein Jahr fast um und es gilt kurz inne zu halten, alte Gewohnheiten zu reflektieren und neue Ziele für die Zukunft zu definieren. Auch wir als Gruppe verändern uns. Ehemalige Grasis schließen ihr Studium ab und wenden sich neuen Herausforderungen zu, während gleichzeitig neue motivierte Menschen die Lust entdecken, sich für eine solidarische und nachhaltige Universität zu engagieren.

Es scheint uns an der Zeit, diesen Entwicklungen Tribut zu zollen und die Zeichen der Zeit richtig zu deuten. Deshalb haben wir, in gewohnter Manier, basisdemokratisch und konsensual beschlossen künftig als ‚GRAS Innsbruck‘ aufzutreten.

‚PUFL‘ (Plattform unabhängiger Fachschaftslisten) – dieser Beiname begleitet uns mittlerweile seit so vielen Jahren, dass es selbst für Alt-Grasis nicht ganz klar ist wo der Ursprung liegt. Lange Zeit stand es symbolisch für unsere enge Zusammenarbeit mit diversen Fachschaften und den dort tatkräftigen Studienvertreter_innen (an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön auch von unserer Seite).

Doch um unseren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden und konsequent gegen die zunehmende Vermischung von Fraktionen und StVen aufzutreten haben wir uns, schweren Herzen, zu diesem Schritt entschieden. Wir bleiben natürlich auch künftig unseren Grundsätzen (basisdemokratisch, alternativ, nachhaltig, solidarisch und feministisch) treu und setzen uns aktiv und progressiv für Studierende und ihre Interessen ein.

Widerständig und lebendig

Eure GRAS Innsbruck

Presseaussendung: PUFL-GRAS begrüßt Einrichtung eines Verteilerzentrums an der Uni-Innsbruck

Utl.: Ungenützte Räume an der Uni-Innsbruck als Verteilerzentrum für Flüchtlinge zu nutzen spricht für den humanitären Geist der Universität

Mit der am 22. Mai angekündigten Einrichtung eines Verteilerzentrums für Flüchtlinge am Studienstandort Technik der Leopold Franzens Universität Innsbruck, will sich die Plattform Unabhängiger Fachschaftslisten – Grüne & Alternative Student_innen (PUFL-GRAS) mit dem verantwortlichen Rektor_innen-Team solidarisieren. „Die Nutzung leerstehender Räume am Uni-Standort Technik als dringend benötigtes Verteilzentrum für Flüchtlinge, spricht für den humanitären Geist der Universität Innsbruck“, so die PUFL-GRAS Aktivistin Clara Lenz. „Das Engagement der Universität Innsbruck, diesen Menschen in Zeiten großer Ablehnung und dem Schüren von Angst und Hass zu helfen, ist für die PUFL-GRAS logischerweise mit vollem Herzen und Einsatz zu unterstützen.“

Derzeit befinden sich am Uni-Standort Technik mehrere Container, in welche die Bediensteten der Universität während diverser größerer Baumaßnahmen übersiedelten. Mit dem fast fertigen Abschluss dieser Bauarbeiten, steht nun eine große und ungenützte Fläche zur Verfügung, die nun einem guten Zweck gewidmet wird. Einzig einen Punkt hat Lenz noch zu kritisieren: „Ein ganz wichtiger Aspekt bei der Unterbringung der Flüchtlinge ist, dass die Container auch für ein würdiges Leben in diesen umgebaut werden. Laut der Universität finden in dieser Hinsicht schon Gespräche statt und wir hoffen auf ein bestmögliches Ergebnis.“

Während der Vorstoß der Universität zur Hilfe von Flüchtlingen stark begrüßt wird, so wird doch die Aussendung des Ring Freiheitlicher Student_innen Tirol (RFS) auf das Schärfste kritisiert. „Der Versuch, Student_innen, Flüchtlinge und das Rektor_innen-Team gegeneinander auszuspielen, ist menschenverachtend und zeugt vom rassistischen und xenophoben Gedankengut des RFS. Die Unterbringung der Flüchtlinge in diesen Container auch noch als ‚Missbrauch universitärer Infrastruktur‘ zu bezeichnen, lässt nur einmal wieder den faschistischen Charakter des RFS aufscheinen“, schließt Clara Lenz.

Ausgesendet an die Vertreter_innen der Presse am 26. Mai 2015

Presseaussendung: : PUFL-GRAS empört über „Sebastian Kurz Stipendien“ an Innsbrucker Unis

Inhaltslose Werbung für amtierenden Minister nicht tragbar

Die vergangenen Donnerstag in München angekündigten „Sebastian Kurz Stipendien“ für die Leopold Franzens Universität Innsbruck, Medizinische Universität Innsbruck und Management Center Innsbruck stellen für den Spitzenkandidaten der Plattform unabhängiger Fachschaftslisten – Grüne & Alternative Student_innen (PUFL-GRAS) Max Veulliet eine inhaltslose Werbung dar, die die Probleme von Student_innen aus Drittstaaten nicht nur falsch kontextualisieren sondern auch marginalisieren. „Die Finanzierung von Studiengebühren für einige Wenige aus Drittstaaten sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein der Diskriminierung von außereuropäischen Studierenden, die doppelte Studiengebühren von mehr als 700€ aufbringen müssen während sie gleichzeitig maximal nur 10 beziehungsweise 20 Stunden in der Woche arbeiten dürfen“, so Veulliet empört.

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Interview: „Wissenschaftliche Erkenntnis muss für alle verfügbar sein“

Wie schätzen sie die realpolitischen Entwicklungen des Bologna-Prozesses ein? Was hat sich wirklich ergeben?

Wie eigentlich zu erwarten gewesen wäre, haben sich die Studierenden schneller verändert als die Professoren und Professorinnen. Es ist tatsächlich so, dass jetzt relativ viele Studierende ihren Bachelor-Abschluss machen und etwa die Hälfte davon macht darauf den konsekutiven Master an der Uni Innsbruck. Früher mussten die Studierenden das Diplom-Studium abschließen, ansonsten wären sie mit leeren Händen dagestanden. Jetzt sagt man: Okay, du beendest deinen Bachelor, den du vielleicht eher zu einem Abschluss bringst und dann überlegst du dir, ob du den konsekutiven Master beziehungsweise einen anderen Master machst, wenn du nicht gar an eine andere Uni gehst oder in die Arbeitswelt einsteigst, wo du in eine Weiterbildung, einen Lehrgang kommst. An der Uni Wien ist es anscheinend sogar so, dass 50 Prozent aller Bachelor-Absolvent_innen einen Weiterbildungsmaster machen, der ein paar Semester gehen kann und in ganz spezielle Berufe führt. Diese Weiterbildungsschiene, die auch an der Uni Innsbruck immer größer wird, ist auf jene Leute zugeschnitten, die einen Bachelor gemacht haben, Arbeiten waren und sich dann weiterbilden wollen. Anstatt zwei Jahre einen Master an der Uni zu machen, gehen sie dann in einen berufsbegleitenden Weiterbildungslehrgang, von denen auch ein paar mit einem Master-Abschluss oder einen kürzerem Abschluss enden. Meine Erwartung ist, und dies zeigen die Zahlen auch, dass die Leute nach dem Bachelor sagen, dass sie jetzt einen Abschluss haben und sich dann überlegen, wie es weiter geht. Für mich war die Überlegung einen Bachelor einzuführen im Prinzip sehr positiv, weil ich eben in dem damalige System gesehen habe, dass viele Leute im Diplom-Studium, sei es bei der Diplom-Arbeit, scheitern. Die Abschlussquote ist gering. Bei uns ist sie bei 50 Prozent. Das ist nicht sehr hoch und wenn man denkt, dass 50 Prozent aller Leute nicht abschließen, dann ist dies keine Auszeichnung für ein Bildungssystem. Durch den Bachelor ist es leichter einen Abschluss zu bekommen und sich neu zu orientieren. Das war für mich eine der grundlegenden Überlegungen.

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Presseaussendung: PUFL-GRAS fordert ein Ende des Scheuklappendenkens der Innsbrucker Wirtschaftsstudien

Es braucht mehr Pluralismus an der Fakultät für Volkswirtschaft der Universität Innsbruck

Großen Aufholbedarf ortet die Plattform unabhängiger Fachschaftslisten – Grüne & Alternative Student_innen (PUFL-GRAS) bei den Wirtschaftsstudien der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. „Die Einseitigkeit mit der in Innsbruck Wirtschaftswissenschaft gelehrt wird ist erschütternd“, so Magdalena Friedrich, Spitzenkandidatin der PUFL-GRAS. „Vizerektor Psenner und Dekanin Weck-Hannemann müssen endlich von ihrem Scheuklappendenken abkommen.“ Ein System zu lehren das weder in der Lage war die Krise vorherzusagen, noch im Nachhinein zu analysieren sei nicht zukunftsfähig. „Es würde auch niemand ein Politikstudium ernstnehmen das nur den Marxismus behandelt.“

Friedrich fordert eine vermehrte Anstellung von Lehrenden und Forschenden, die theoretische und methodische Vielfalt in die Studiengänge der Ökonomie bringen. „Nur so kann den Studierenden das nötige Wissen vermittelt werden, um Prämissen hinterfragen zu können und sich kritisch mit dem derzeitigen System auseinanderzusetzen“, findet die Spitzenkandidatin. Derzeit würde fast ausschließlich die Mainstream-Ökonomie gelehrt werden, in der die Umwelt als Störfaktor und Wachstum als Allheilmittel angesehen wird. „Das Studium der Wirtschaftswissenschaften soll die Studierenden auf drängende Fragen der modernen Gesellschaft vorbereiten. Das sehen wir derzeit in Innsbruck leider nicht gegeben“, hält Magdalena Friedrich abschließend fest.

Presseaussendung: Mehr Martins als Professorinnen

PUFL-GRAS spricht sich lautstark gegen die strukturelle Diskriminierung von Frauen aus

„Ein Frauenanteil von 20% an Professor_innen an der Universität Innsbruck ist eine erschreckende Zwischenbilanz und wieder einmal ein Beweis für die strukturelle Diskriminierung von Frauen. An der Fakultät für Rechtswissenschaften gibt es gar mehr Lehrende mit dem Vornamen Martin, als es Professorinnen insgesamt gibt“, beklagt die Spitzenkandidatin der Plattform unabhängiger Fachschaftslisten – Grüne & Alternative Student_innen (PUFL-GRAS) Magdalena Friedrich, welche unter anderem Rechtswissenschaften studiert. Der feministische Grundgedanke sei fester Bestandteil der Fraktion. „Deshalb werden wir uns solange für Gleichbehandlung einsetzen, bis diese selbstverständlich ist und Frauenquoten nicht mehr nötig sind“, so Friedrich.

Unzählige Bereiche an der Universität sind männerdominiert, das bestätigt unter anderem ein Blick auf die Personalbesetzung. Von den insgesamt 17 Professor_innen die 2013 an der LFU berufen wurden, fiel der Frauenanteil mit 18% bescheiden aus. Trotz der Tatsache, dass europaweit deutlich mehr Frauen ihr Studium erfolgreich mit einem Hochschulabschluss abschließen und 54% aller Student_innen an österreichischen Hochschulen Frauen sind.

„Hier zeigt sich wieder einmal, wie viel Handlungsbedarf auch im Jahr 2015 noch besteht“, betont Friedrich. Dieses Erfordernis nach seriöser Mädchen- und Frauenförderung werde durch zahlreiche europaweite Studien bestätigt. „Gleichbehandlung muss mehr als ein bloßes Lippenbekenntnis sein. Die Hälfte der Welt gehört uns Frauen und nicht nur den Martins, Georgs und Michaels!“, so Friedrich abschließend.